Rad- und Rollsportverein Groß-Zimmern e.V.

ROLLKUNSTLAUF IST COOL!

 


 

Der Verein

 

Der Rad- und Rollsportverein Groß-Zimmern e.V. wurde am 20. November 1921 gegründet. Damals hieß der Rad- und Rollsportverein Groß-Zimmern e.V. noch "Radfahrer- Verein e.V. Frisch- Auf!".  Der Verein ist Mitglied im Hessischen Rollsportverband, im Landessportbund Hessen und im RKB Solidarität.

 

Seit ca. 20 Jahren wird in unserem Verein nur noch Rollkunstlauf ausgeübt, da es keine Nachfrage mehr für den Radsport gab. Zur Zeit hat der RRSV Groß-Zimmern ca. 36 aktive Läuferinnen, die erfolgreich an Meisterschaften teilnehmen.

 

Über das Jahr verteilt finden diverse Prüfungen und Lehrgänge in der Georg-Fröhlich-Halle in Groß-Zimmern statt. Auch nehmen unsere Läuferinnen regelmäßig an Meisterschaften außerhalb von Groß-Zimmern teil, unter anderem an der Bundesoffenen Landesmeisterschaft von Rheinland-Pfalz, am Anfängerwettbewerb, an der Landesmeisterschaft, Bundesmeisterschaft, sowie an Pokalwettbewerben.

 

Je nach Alter und Leistungsstand werden die Läuferinnen in eine der nachstehenden Gruppen eingestuft. Hierfür müssen entsprechende Prüfungen abgelegt werden.

 

  • Häschen bis 6 Jahre
  • Häschen bis 8 Jahre
  • Anfänger 0
  • Anfänger 1
  • Anfänger 2
  • Fortgeschrittene 1
  • Fortgeschrittene 2
  • Nachwuchsklasse
  • Juniorenklasse
  • Meisterklasse
  • Meisterklasse Elite

 

Rollkunstlauf

Rollkunstlauf ist eine Sportart, die auf Rollschuhen in Hallen oder auf Außenbahnen ausgeübt wird. Sie ist dem Eiskunstlauf ähnlich. Die Sportler präsentieren in Wettbewerben und in Schaulaufen einzeln, als Paar, Viererlauf oder in großen Formationen ihre Beherrschung der Kunst auf Rollschuhen und führen verschiedene Laufelemente mit musikalischen Choreographien oder athletischen Sprüngen vor. Der Rollkunstlauf wird sowohl von Kindern ab ca. vier Jahren, als auch von Erwachsenen ausgeübt. 

Der Rollkunstlauf wird in mehrere Disziplinen unterteilt: 

  • Pflichtlaufen
  • Kürlaufen
  • Paarlaufen
  • Gruppenlaufen

 

Pflichtlaufen

Bei dem Pflichtlaufen werden Figuren auf 6 m großen Kreisen, bzw. auf 2 m großen Schlingen vorgetragen. Die geometrischen Figuren erlauben diverse Kombinationen aus Bögen. Je nach Schwierigkeitsgrad trägt die Läuferin/der Läufer vorwärts oder rückwärts laufend auf verschiedenen Kanten (auswärts bzw. einwärts) eine Figur (zum Beispiel Drehungen wie Dreier, Doppeldreier oder Gegendreier, Wende oder Gegenwende) in stetiger Wiederholung vor. Hierbei werden die Elemente auf den Kreisen/Schlingen gelaufen. Das Pflichtlaufen erfordert nicht nur physische Fitness und eine gute Körperbeherrschung sondern auch eine starke Konzentration auf die Figur. Pflichtlaufen wird demnach auch oft als „Bedingung“ für das Kürlaufen betrachtet, da es grundlegende Fertigkeiten wie Kantenlaufen, aufrechte Haltung und Körperbewusstsein schult.

 

Bei den Wettbewerben werden im Voraus vier zufällige Pflichtbögen ausgewählt, die die Läufer/der Läufer erst zwei bis drei Tage vor dem eigentlichen Wettbewerb erfahren. Zuerst laufen alle teilnehmenden Läufer den ersten Bogen nacheinander vor bis das gleiche mit dem zweiten Bogen passiert. Abhängig von der Teilnehmerzahl bei den Pflichtwettbewerben, können diese zwischen 45 min. und 6 Stunden schwanken. Durch diese extrem langanhaltende Dauer, ist ein ausgeprägtes Nervenkostüm äußerst wichtig.

 

Kürlaufen

Die Läuferin oder der Läufer trägt wie beim Eislaufen Kürelemente vor. Dies sind Sprünge, Pirouetten und Schrittfolgen.

Als Sprünge zeigen die Sportler hauptsächlich Toeloop, Salchow, Rittberger, Lutz und Axel. Wie im Eiskunstlaufen findet man auch Pirouetten in Waage-, Sitz- und Standposition. Jedoch kommen auch weitere Pirouetten, artistischer als beim Eislaufen, vor. Zu diesen amerikanischen Pirouetten, benannt nach ihrem Ursprung in den USA, gehören zum Beispiel Inverted (man rotiert zusätzlich noch um 180° horizontal, dreht also mit dem Rücken zum Boden in Waageposition), Hacke (man rotiert auf den Hackenrollen, d. h. den hinteren zwei Rollen) oder Broken Ankle (man rotiert nur auf den zwei Innenrollen). Weiterhin wird ausführliches Schrittmaterial, die Schrittfolgen, als Verbindungselement zwischen den Elementen verlangt.

 

Bei den Wettbewerben, werden zunächst alle Läufer einer Kategorie in 5-Mann große Gruppen aufgeteilt. Diese fünf Läufer haben dann alle gleichzeitig 5 Minuten Einlaufzeit in denen sie sich ohne Musik auf ihre Choreographie (die so genannten Küren) vorbereiten können. Nach Ablauf der Einlaufzeit werden alle Teilnehmer von der Bahn gebeten und der erste Läufer präsentiert seine Kür. In allen Disziplinen wird von jedem Läufer jeweils eine Kurzkür und eine Lange Kür dargeboten. Diese unterscheiden sich hauptsächlich durch ihre Dauer (die Kurzkür je nach der Altersgruppe zwischen 2 min. und 2.45 min. --- die Lange Kür je nach der Altersgruppe zwischen 2.30 min. und 5 min.), jedoch ist vor allem in der Kurzkür sehr stark vorgeschrieben welche Elemente gezeigt werden müssen bzw. gezeigt werden dürfen. Die Ergebnisse der Kurzkür und der Langen Kür Entscheidungen, werden zur endgültigen Kürentscheidung zusammengefasst.

 

Paarlaufen

Wie beim Kürlaufen werden hierbei eine Kür präsentiert in denen ebenfalls Kürelemente zu finden sind. Diese werden allerdings nebeneinander und möglichst synchron dargeboten. Dazu kommen die so genannten Paarlaufelemente. Diese sind Würfsprünge, Paarlaufpirouetten und vor allem Hebungen. Das Besondere am Paarlaufen ist die ausgeprägte Gestaltungsfreiheit des eigenen Laufens. So können zum Beispiel Paare bei Wettbewerben deren eigen kreierte Hebungen darbieten ohne vorheriger Anmeldung oder Begutachtung der Elemente. Dies sorgt für eine große Vielfalt in den Paarlaufküren. Der Vorteil der Rollschuhe, im Gegensatz zu den Schlittschuhen, kommt vor allen dingen in den Hebungen zur Geltung. Durch die Rollen ist es länger möglich den eigenen Schwung zu behalten, beziehungsweise während einer Hebung erneut Fahrt aufzunehmen. Dadurch sind längere und spektakulärere Kombinationen als im Eiskunstlauf möglich. Ebenfalls großer Unterschied zum Eiskunstlaufen ist die Tatsache, dass im Rollkunstlauf die meisten Hebungen bloß möglich sind durch eine schnelle Rotation des Paarläufers um seine eigene Achse.